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Erfolgskontrolle vor Ort - Fünf Tipps

Samstag, 22. April 2017 | Von: Alesja Alewelt | Während der Messe

Dass die Teilnahme an der Messe möglichst erfolgreich sein sollte, ist klar. Doch wie und woran misst sich dieser Erfolg? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Jedes Unternehmen, welches sich auf einer Messe präsentiert, sollte zumindest von einigen dieser Möglichkeiten Gebrauch machen. Denn nur so lässt sich letzten Endes feststellen, ob die Messe ein Reinfall war oder ob der subjektive Eindruck eines Erfolgs realistisch betrachtet wirklich Bestand hat.    

Zählen der Besucher

Es ist empfehlenswert eine Liste über die Anzahl der Besucher zu führen, die am Stand waren und die sich daraus ergebenden Kontakte. Diese Kontakte werden noch einmal in A-, B- und C-Leads unterteilt, wobei die Kategorie A natürlich oberste Priorität genießt und für die Erfolgskontrolle am wichtigsten ist. Die Zahlen sollte auch ins Verhältnis zur Zahl der tatsächlichen Messebesucher gesetzt werden – diese Zahl gibt der Veranstalter in der Regel nach Beendigung der Messe heraus.    

Befragung der Besucher

Um Aussagen zur Qualität des Messestandes zu bekommen, können die Besucher auch konkret dazu befragt werden. Dafür sollten im Vorfeld Fragebögen angefertigt werden, die Urteile über das eigene Unternehmen, über den Stand und die gezeigten Produkte sowie den gebotenen Service zulassen. Hierdurch lassen sich wunderbar Erkenntnisse über Erfolg oder Misserfolg der einzelnen Aufgaben gewinnen. Der Fragebogen sollte unter anderem die folgenden Inhalte haben:  

  • Wohnort, Alter und Geschlecht des Befragten
  • Motive für den Besuch der Messe und des Standes
  • Erwartungen an Messe und Stand
  • Wurden die Erwartungen erfüllt?
  • Positive und negative Eindrücke zum Stand
  • Verbesserungsvorschläge?
  • Atmosphäre des Standes
  • Gefallen andere Messestände besser?

Für einen solchen Fragebogen kann man sich für Messebesucher eine Vielzahl von Fragen einfallen lassen, die idealerweise einfach mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten sind. Im Anschluss gilt es die Ergebnisse der Umfrage mit den Daten zu vergleichen, die die Messegesellschaft zu dieser Messe erhoben hat – Übereinstimmungen sind hier ausdrücklich erwünscht! Sind diese nicht vorhanden, sollten man das Messekonzept überdenken.    

Analyse des Wegeverlaufs auf der Messe

Auch das individuelle Verhalten der Besucher auf der Messe sollte untersucht werden, indem die Wege ermittelt werden. Damit lässt sich herausfinden, welche Standbereiche besonders erfolgreich waren und welche Produkte für die Besucher im Fokus standen. Daraus können Rückschlüsse auf die Ausrichtung des Standes, auf die Auswahl der Messe insgesamt und auf eine möglicherweise bessere Besucherführung gezogen werden. Für die nächste Messe kann damit sogar das Messekonzept angepasst werden.  

Für die Wegeverlaufsanalyse kommen zwei Varianten in Betracht: Man befragt die Standbesucher durch ein persönliches Interview zur Bewegung durch den Messestand oder man lässt eine Person den Besucher verfolgen. Dabei wird der Wegeverlauf genau dokumentiert.    

Mystery Visits als Erfolgskontrolle

Die Mystery Visits stammen aus dem Mystery Shopping und dienen der Beurteilung des Standpersonals. Geschulte Testpersonen spielen dabei die Messebesucher und führen Informationsgespräche oder lassen sich zu einem Produkt beraten. Danach wird ein Fragebogen ausgefüllt, der bei der Auswertung Rückschlüsse auf die fachliche Kompetenz der Standmitarbeiter, auf die Serviceorientierung und auf verschiedene Qualitätsstandards zulässt. Als Unternehmer und Aussteller erhält man so wertvolle Hinweise für die künftige Optimierung des Messestandes.    

Analyse des Wettbewerbs

Zu jeder Erfolgskontrolle gehört die Wettbewerbsanalyse, denn man sollte schon genau darüber Bescheid wissen, was die Konkurrent macht. Dabei geht es nicht um das Sammeln von Prospekten, sondern um eine konkrete Beurteilung des Konkurrenzangebots anhand eines festen Fragenkatalogs. Darin kann es um den Standort, das Messegeschehen, den Besucherzulauf, den Stand an sich sowie Inhalte und Arten der Präsentation gehen.    

 

bereitgestellt von FAIRworldwide GmbH

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ÜBER Alesja Alewelt

Alesja Alewelt, M.A. ist seit mehr als 15 Jahren Messemanagerin. 2008 gründete sie die Bremer Messeagentur FAIRworldwide, mit der sie sich erfolgreich auf die Umsetzung von Gemeinschaftsständen spezialisiert hat. Zuvor sammelte sie bereits umfassende Erfahrungen bei Messeveranstaltern in München und Melbourne (Australien). Aktuell engagiert sich Alesja Alewelt für neue Konzepte zur Optimierung von Prozessen in der Branche, insbesondere durch die Nutzung neuer Technologien.

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