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Diebstahl - Langfingern ein Schnippchen auf der Messe schlagen!

Mittwoch, 8. Februar 2017 | Von: Alesja Alewelt | Während der Messe

Diebstahl ist ein präsentes Thema auf großen Messen. Vor allem in den Phasen des Auf- und Abbaus verschwindet meist sehr viel. Nur ein Teil davon findet sich wieder, weil er einfach nur verlegt wurde. Für den gänzlich abhandengekommenen Teil sind Langfinger verantwortlich, die scheinbar im Vorübergehen Ihre Ausrüstung dezimieren. Sie haben dabei auch leichtes Spiel, denn nirgendwo herrscht wohl soviel Chaos, wie auf einer Messe. Daher sollte jeder selbst etwas dafür tun, dass Diebe auf dem Messestand ein schweres Leben haben.    

Eigene Vorsorgemaßnahmen

Schon in der Vorbereitungsphase der Messe sollte man über eine Versicherung nachdenken – und diese auch wirklich abschließen. Idealerweise lässt sich die Versicherung mit einer Transportschadenversicherung kombinieren, so kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Natürlich sind auch andere Kombinationsmöglichkeiten denkbar, diese hängen aber von der Anzahl der Messebesuche pro Jahr ab.

Wenn möglich, sollte eine Standwache auf der Messe platziert werden, vor allem in der Nacht vor Beginn der Ausstellung. Dann wird erfahrungsgemäß am meisten gestohlen - schließlich steht auch alles abholbereit da.  

Gemeinsam mit dem Messebauer sollte ein abschließbarer Bereich am Stand eingeplant werden. Dieser sollte zuerst fertiggestellt werden. Hier können die Dinge untergebracht werden, die nicht "im Freien" übernachten dürfen.  

Auf eine bewusste Planung setzen:

  • Liefertermine sollten zum Fortschritt des Standaufbaus passen
  • Checklisten zur Diebstahlvermeidung nutzen – solche werden oft vom Veranstalter herausgegeben
  • Feste Termine mit dem Personal und mit eventuellen Hilfskräften vereinbaren, sodass immer bekannt ist, wann der Einzelne am Stand zu finden sein muss
  • Verpackte und unverpackte Gegenstände mit auffälligen Farben kennzeichnen, sodass direkt erkennbar wird, was zum Stand gehört
  • Sicherstellen, dass der Stand nie unbewacht bzw. unbeobachtet ist

Gern verschwinden leicht bewegliche Teile wie Taschen, Garderobe oder Werkzeuge von der Messe - Gegenstände, deren Verschwinden durch Diebstahl nicht direkt auffallen. Deshalb sollte ein Platz belegt werden, an dem diese Dinge abzulegen sind, anstatt diese über den gesamten Stand zu verteilen. Gegebenenfalls sollten bestimmte Gegenstände wie Exponate und Ausstattungsstücke mit einem Schloss geschert werden.  

Besondere Aufmerksamkeit gebührt außerdem dem Ende der Messe und dem Abbau des Standes, denn viele wollen möglichst rasch die Heimkehr antreten – das Durcheinander ist entsprechend groß und die Personaldecke oftmals sehr dünn. Daher sollte sichergestellt werden, dass der Stand bis zum vollständigen Abbau bewacht ist. Nach dem Ende der Messe sollten wichtige Exponate und wertvolle Gegenstände direkt gesichert werden.    

Hilfe von außen

Reicht das Personal nicht aus, kann es sinnvoll sein, auf die Hilfe von studentischen Hilfskräften zu setzen. Natürlich müssen diese bezahlt werden, doch die Kosten sind weitaus geringer als die Beträge, die für die Neuanschaffung der Ausrüstung ausgegeben werden müssen. Neues Personal sollte sorgfältig eingewiesen werden – das zahlt sich aus!  

Wichtig: Wenn Mobiliar gemietet wurde, sollte darauf geachtet werden, dass dieses nur vom Vermieter wieder abgeholt wird. Bei Verlust haftet der Aussteller in voller Höhe!  

Da für den Auf- und Abbau des Standes auf einen Messebauer gesetzt wurde, muss darauf geachtet werden, dass dieser derjenige ist, der den Abbau tatsächlich vornimmt. Es ist durchaus schon vorgekommen, dass sich ein Fremder als Messebauer ausgegeben hat - von den abgebauten Dingen ist keines wieder aufgetaucht.    

Während der Messe

Natürlich ist auch die Zeit während der Messe kritisch. Hier gilt ebenfalls, dass der Messestand immer unter Beobachtung stehen sollte - er darf nie unbesetzt sein, damit die Chance, einen unbemerkten Diebstahl zu vollziehen, vermieden wird.  

Sinnvoll sind die Alarmverfolgungen, die durch viele Messeveranstalter angeboten werden. Wenn bekannt ist, welches Kfz an einem Diebstahl beteiligt ist, kann eine zentrale Nummer der Messe angerufen werden. Dann wird verhindert, dass das betreffende Fahrzeug den Parkplatz verlässt.  

Stets wichtig ist natürlich die Aufmerksamkeit gegenüber der Zielgruppe. Menschen, die offensichtlich nicht dazugehören, sollten mindestens ebenso sorgfältig beobachtet werden. Wenn sich diese scheinbar ziellos um den Stand herumtreiben, sollte ganz besonders auf alle Gegenstände geachtet werden.

 

bereitgestellt von FAIRworldwide GmbH

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ÜBER Alesja Alewelt

Alesja Alewelt, M.A. ist seit mehr als 15 Jahren Messemanagerin. 2008 gründete sie die Bremer Messeagentur FAIRworldwide, mit der sie sich erfolgreich auf die Umsetzung von Gemeinschaftsständen spezialisiert hat. Zuvor sammelte sie bereits umfassende Erfahrungen bei Messeveranstaltern in München und Melbourne (Australien). Aktuell engagiert sich Alesja Alewelt für neue Konzepte zur Optimierung von Prozessen in der Branche, insbesondere durch die Nutzung neuer Technologien.

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